Ahnenforschung in Preussen & Lippe

 
Behr
 

 


Generation No. 12


ULRICH VON BEHR

Ulrich war Herr auf Stellichte, Hoya und Häuslingen.
1491 leiht er für sich und seine Brüder Geld von der Kirche in Visselhövede.
1493 erteilt ihm die Äbtissin zu Wunstorf, Walburgis Gräfin von Spiegelberg, einen Lehnsbrief über die Güter zu Brase. Im gleichen Jahr erhält er auch eine neue Belehnung über das Schloß Stellichte samt Zubehör.
1496 erwirbt er von den Gebrüdern Otto und Herbordt von Ahlden zwei Meierhöfe zu Campen und 1500 nochmal einen Hof zu Fulle.
Kirche in Visselhövede Ebenso wie sein Vater, waren auch er und seine Brüder bemüht, fremde Gutsherren aus dem Dorf Stellichte zu entfernen. Unter den fremden Gutsherren waren hauptsächlich die von Schlepegrell, welche von Alters her dort Besitzungen hatten. So kauften die Gebrüder Ulrich, Wilken, Werner und Paul Behr von Geverd Schlepegrell 1499 deren Anteile an den Gütern in Stellichte ab, die dieser 1490 von seinem Vetter Johann und seinem Bruder Otto erworben hatte.
1501 schlichtete der Herzog Heinrich von Braunschweig einen Streit um eine Wiese bei Rethem an der Aller, das Schlut genannt, zwischen den Gebrüdern Behr und Jürgen von Bülow zugunsten derer von Behr.
1505 tauschten Ulrich und Werner den halben Zehnten zu Stellichte von Gerhard von Ahlden gegen ihren Hof zu Böhme ein.
1508 kauft Ulrich einen Hof zu Harling für 75 Rfl. und erhält die Belehnung darüber vom Herzog Heinrich dem Jüngeren. Der Herzog nennt ihn in der Urkunde seinen Vogt zu Celle. Hieraus ergibt sich, das er Großvogt zu Celle gewesen ist, eine Würde, die in der Folge auch seinen Nachkommen zuteil wurde. Im Jahr 1509 wird er vom Herzog sogar zum seinem Rat befördert.
1511 erhält er die Belehnung über ein Viertel des Holze bei Soltau.
1512 verkauft ihm Curt von Mandelsloh den Zehnten zu Oerpke für 150 Rfl.; in dieser Urkunde wird Ulrich als Drost zu Hoya bezeichnet.
1513 erwarb er für 221 Gfl. von Orthgieß von Wechelde ein Burglehen zu Hoya.Herzog Heinrich von Braunschweig
1514 fügt er den halben Zehnten zu Kolle für 200 RGfl. von den Gebrüdern Johann und Geverd Klenke und 1515 von Johann Clüver dessen Höfe zu Hassel, zu Wechelde und zu Dedendorf seinem Besitz hinzu.
1515 wurde er Landdrost von Hoya. Dieses Drostenamt war kein Erbamt, sondern wurde vom Landesherrn nach Gutdünken vergeben. Es bestand in der Oberaufsicht über alle Beamten und über jedwede Obrigkeit im Lande. Der Inhaber dieses Amtes war Vorsitzender in allen Land-, Hof- und Holzgerichten. Es blieb Adeligen vorbehalten als besonderes Privileg dieses Standes.
Nach Anzeige des Copialbuchs in Stellichte erwarb Ulrich 1519 den Zehnten zu Wietze von Geverd Klenke, Cordes Sohn, für 300 Rfl..
1521 wohnt er neben anderen vom Adel des Stifts Verden dem Holzgrefen- und Erberengerichte zu Dörverden bei.
Nach diesem Jahr ist er in keiner Urkunde mehr verzeichnet und 1526 erfolgt eine neue Belehnung durch die Herzöge Otto und Ernst dem Bekenner zugunsten seines Sohnes Diedrich. In dieser Zeit wird er gestorben sein. Die Familiennachrichten geben als Jahr 1525 an. Er hinterlies eine Schuldenlast von 4000 Goldgulden.

Mit seiner Frau, einer Geborenen von Ahlden, hatte er zwei Söhne:
Dietrich von Behr
Heinrich von Behr

Wilken von Behr

WILKEN VON BEHR

Er wird lediglich 1499 in zwei Urkunden erwähnt, sonst wissen wir von ihm nichts.

 

WERNER VON BEHR

Werner wird von 1499 bis 1533 in Urkunden erwähnt.
1521 wohnt er dem Holz- und Erberengerichte zu Dörverden bei.
1533 erhält er die Belehnung über Stellichte vom Herzog Ernst.
1555 soll er laut Familiennachricht ohne männliche Erben gestorben sein.

 

PAUL VON BEHR

Paul von Behr studierte Rechtswissenschaften und promovierte zum Doktor juris. Er war Domherr zu Bremen und Offizieller des Erzbischofs. Urkundlich erscheint er ab 1499.
1519 erteilt der als Gesandter des Erzbischofs von Bremen dem Grafen Johann von Oldenburg die ErlaubnisDom zu Bremen, die seit 200 Jahren wüst gelegene Kirche zu Strukhausen wieder aufzubauen.
1523 nahm er Wildeshausen wieder für das Stift Bremen in Besitz, das vorher an Wilhelm von dem Bussche verpfändet war.
1540 schlichtete er als Kantor am Dom zu Bremen einen Streit zwischen dem Kloster Osterholz auf der einen Seite und Segeband von der Hude und Ulrich von Clüver auf der anderen. Es ging um ein Stück Land, welches Eichhorst genannt wurde.
Er stirbt am 19.10.1556 und wird in der Domkirche zu Bremen begraben. Seine Grabinschrift lautet: "Anno 1556 die 19. Octobr. obiit Reverendus ac Clarissimus Vir, Dominus Paulus Baere, Doctor, Senior et Cantor Ecclesiae Bremensis."

 



 
 


Also hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen
eingeborenen Sohn gab,
auf dass alle,
die an ihn glauben,
nicht verloren werden,
sondern das ewige Leben haben.
Joh. 3,16





Wer mich bekennt
vor den Menschen,
den will ich bekennen
vor meinem himmlichen Vater.
Matth. 10,32





Von guten Mächten
wunderbar geborgen
erwarten wir getrost,
was kommen mag.
Gott ist mit uns am
Abend und am Morgen
und ganz gewiss
an jedem neuen Tag.
Dietrich Bonhoeffer








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