Ahnenforschung in Preussen & Lippe

 
Behr
 

 


Generation No. 20

CHRISTIAN LUDWIG AUGUST VON BEHR

C.L.A. wurde am 14.04.1755 zu Klein Häuslingen geboren und besuchte anfangs die Ritterakademie zu Lüneburg, widmete sich darauf der kriegerischen Laufbahn und wurde am 28. April 1772 Fähnrich in dem v. Medingschen Regiment. Am 21. März 1780 wurde er Ritterschaftsdeputierter bei der Landschaft des Fürstentums Lüneburg, weshalb er am 28. April 1789 als Kapitain seinen Abschied vom Militär nahm. Am 9. März 1784 wurde er Schatzrat und am 13. Februar 1789 Landkommissar in der Amtsvogtei Essel, am 30. Oktober 1790 Mitglied der Landwirtschaftsgesellschaft in Celle und am 28. Mai 1791 Landkommissar zu Rethem an der Christian Ludwig v. BehrAller, wo ihm auch am 18. Februar 1805 das Licentkommissariat anvertraut wurde. Nach dem Tod des Landrats Behr zu Stellichte im Jahre 1807 wurde er Senior familiae und als solcher Erbmarschall des Herzogtums Verden.
Zur Zeit der französischen Besatzung wurde er am 4. Okt. 1810 westphälischer und am 10. Aug. 1811 französischer Maire zu Stellichte, auch am 30. Jan. 1812 Mitglied des franz. Generalconseils des Departements der Wesermündung.
Anläßlich der Teilung im Jahre 1793 erhielt er als älterer Bruder das Gut Klein Häuslingen und das Burglehen zu Rethem. Er hatte gleich danach das Pech, daß die Gebäude zu Klein Häuslingen bis auf ein Haus abbrannten.
In seiner Jugend war er ein leidenschaftlicher Jagdliebhaber, im Alter wechselte er zu Gartenbau und Blumenzucht. Als er 1807 auf das Gut Stellichte zog, vergrößerte er den Garten, bepflanzte diesen mit seinen Obstbäumen, legte Pflanzungen ausländischer Holzarten, sowie eine Sammlung von Nelken und Rosen an. Über die Nelken veröffentlichte er 1810 ein dreibändiges Werk: "Das Ganze der Nelkenzucht, oder System der Nelke, nach der Natur aufgestellt von C.A.L. von Behr und F. Munzel. Leipzig 1810."
Er starb am 16. Jan. 1815 an Entkräftung und wurde im Gewölbe am Turm zu Stellichte beigesetzt.

Von 1790 - 96 hatte er mit Christine. Luise Meier drei Kinder; sie war seine Freundin über 30 Jahre lang. Erst nach ihrem Tod um 1796 heiratet er. Bekannt ist nur eine Tochter:
Christiane Luise Rheb (1791-1873)

1798 heiratet er die Caroline Phillipine Georgine von Düring, die jedoch bald darauf kinderlos gestorben ist, denn bereits 1800 heiratet er Hedwig Johanne Elisabeth von Heimbruch (1773-1843). Sie ist die Tochter von Johann Heinrich von Heimbruch (1737-1808), Schatzrat der Hoya´schen Ritter- und Landschaft und Herr auf Varste und Amalie Eva Eleonore von Klinggräff (1752-1827). Aus dieser Ehe stammen sechs Kinder:
Johann Friedrich Georg Ernst (1806-1890)
Louise Amalie (1801-1808);
Sophie Hedewig Charlotte (*1804);
Ulrich Carl (1808-1871),
Diedrich Wilhelm (*1809);
Friederike Amalie (1811-1813);


ALBRECHT BURCHARD CARL VON BEHR

Albrecht Burchard Carl wurde am 24.07.1768 geboren.
1793 wurde zwischen den Erben des Dietrich Georg Ludwig von Behr ein Vergleich zu Celle geschlossen, durch welchen der älteste Bruder die Güter zu Klein-Häuslingen und Rethem, der jüngere das Gut Hoya erhalten soll. Das Gut Münchhof blieb in gemeinschaftlicher Verwaltung.
Als jüngerer Bruder erhielt er das Gut Hoya. Er war anfangs Page zu Hannover, besuchte die Ritterakademie zu Lüneburg, studierte Forstwissenschaft und wurde Oberforstamtsauditor.
Durch seine Sucht zum Alkohol und Spiel in seiner Jugend, hatte er sich seine Gesundheit zerstört und litt zeitweise an Geistesschwäche.

 

FRIEDRICH AUGUST OTTO VON BEHR

Er war Taufpate zu Friedrich Wilhelm Otto Ruschenbusch., Sohn von Justus Ruschenbusch.
Über ihn kam wohl die Verbindung zwischen Ruschenbusch / von Behr zustande:
F.A.O., geboren am 11.10.1750 in Stellichte, war ein großer Jäger, legte ein sternförmiges Wegenetz an und umzäunte den Sunder mit einem 10 Fuß hohen Zaun.
Friedrich war Landrat des Fürstentums Lüneburg, Landkommissar im Amt Ahlden und in der Amtsvogtei Fallingbostel, Licentcommissar zu Soltau, Kirchenkommissar zu Walsrode und Erbmarschall des Herzogtums Verden.
Studiert hat er in der Ritterakademie zu Lüneburg und an der Universität Göttingen, darauf Reisen nach England und Frankreich gemacht. Am 8.05.1807 starb kinderlos zu Stellichte.

 



 
 


Also hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen
eingeborenen Sohn gab,
auf dass alle,
die an ihn glauben,
nicht verloren werden,
sondern das ewige Leben haben.
Joh. 3,16





Wer mich bekennt
vor den Menschen,
den will ich bekennen
vor meinem himmlichen Vater.
Matth. 10,32





Von guten Mächten
wunderbar geborgen
erwarten wir getrost,
was kommen mag.
Gott ist mit uns am
Abend und am Morgen
und ganz gewiss
an jedem neuen Tag.
Dietrich Bonhoeffer








  © 2002-2017 by Martin Arends - http://www.arendi.de